GEW HOF
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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW Oberfranken
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft                                           GEW Oberfranken

                  GEW  Hof - Wunsiedel

 Kolleginnen und Kollegen der GEW Hof-Wunsiedel

auf der GEW-Jahreshauptversammlung Mitte Januar 2020!

                                                      

Mitgliedertreffen der GEW Hof-Wunsiedel

finden normalerweise monatlich statt.

Leider wird vorläufig kein Präsenztreffen möglich sein.

 

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Lesetipp:

 

Soeben erschienen, nach mehr als sechsjähriger Arbeit über die Hofer Volksschulen, Gymnasien, Berufs- und Sonderschulen, die Realschule, die Volkshochschulen und last but not least die beiden Hochschulen :

 

                      Axel Herrmann/ Hans Schönemann:

                        Schulgeschichte der Stadt Hof

 

                        (=Chronik der Stadt Hof, Band XII),

                          Hof 2021; 552 Seiten; 19.80 Euro

 

Eine ausgesprochen gründlich recherchierte, umfassende Darstellung der Entwicklung der Bildungslandschaft in der Saalestadt mit vielen, bis dahin unbekannten Details!

Ein dicker Wälzer mit vielen Bilddokumenten, fast ein Nachschlagewerk –  die Lektüre lohnt sich!

 

Zu erwerben im Buchhandel, bei den beiden Autoren selbst oder im Stadtarchiv Hof (bitte dort vorher anrufen).

 

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GEW: „Solidarisch an der Seite der Proteste der

             türkischen Frauen“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die Entscheidung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, die Istanbul-Konvention zu kündigen, scharf. „Die Kündigung ist ein enormer Rückschritt für den Schutz und die Rechte von Frauen in der Türkei – und ein fatales Signal für ganz Europa“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. „Die Entscheidung reiht sich ein in die autoritären Maßnahmen und die anhaltenden Angriffe der Regierung auf demokratische Rechte in der Türkei. Bereits jetzt kommt es häufig zu häuslicher Gewalt und Femizid – eine Situation, die sich nun weiter verschärfen könnte.“ Seit Jahren kritisierten Frauenrechtsorganisationen, dass das Abkommen von der türkischen Regierung nicht ausreichend durchgesetzt werde.

 

Hoffnung machten die Proteste der Frauen in der Türkei, die schon lange einen wirkungsvollen Schutz für Frauen einfordern und direkt nach der Entscheidung auf die Straße gingen. „Wir stehen solidarisch an der Seite der Frauenbewegung sowie unserer Schwestergewerkschaft Eğitim-Sen, die für Frauenrechte in der Türkei kämpft“, unterstrich Tepe. Erst kürzlich habe die Bildungsgewerkschaft Eğitim-Sen bei einem online-Austausch mit Mitgliedern der GEW die steigende Mordrate an Frauen in der Türkei thematisiert und einen besseren Schutz für Frauen angemahnt. „Als Gewerkschaft mit einem Frauenanteil von 72 Prozent ist uns das Engagement für Frauenrechte sehr wichtig. Dafür werden wir zusammen mit unseren Schwestergewerkschaften in Europa weiterhin streiten“, sagte Tepe. (Auszug aus der PM vom 22.3.21).

 

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Die GEW fordert ein Zeugnisverweigerungsrecht

                    auch für Sozialpädagoginnen und – pädagogen!

Dieses Jahr wurde von der Deutschen Sportjugend (Fanprojekte), vom Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) und anderen Organisationen ein bundesweites »Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit (BfZ)« gegründet. Das Ziel: die Aufnahme von staatlich anerkannten Sozialpädagog*innen in den § 53 der Strafprozessordnung (StPO – Zeugnisverweigerungsrecht der Berufsgeheimnisträger).

Mit Beschluss des Landesvorstandes will nun auch die GEW Bayern dem Aktionsbündnis beitreten.

Diplom-, Bachelor- und Master-Sozialpädagog*innen, aber auch andere Berufsgruppen, haben in ihrer Arbeit eine Schweigepflicht nach dem Strafgesetzbuch (StGB). Das Offenbaren eines »fremden Geheimnisses« (§ 203 StGB) steht unter Strafe. Im Gegensatz zu Ärzt*innen oder psycholo-gischen Psychotherapeut*innen haben Sozialpädagog*innen jedoch kein Recht, in einem Strafverfahren gegen eine*n Klienten*in die Aussage zu verweigern. Ausnahmen bestehen nur für die Schwangerenkonfliktberatung und die Drogenberatung.

 

Soziale Arbeit baut auf Vertrauen auf. Das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht gilt vielen Kolleg*innen als sehr problematisch. In der Erziehungsberatung und ambulanten Jugendhilfe, in Jugendwohngruppen, in der Schuldnerberatung und in vielen anderen Bereichen erfahren Kolleg*innen überaus sensible Dinge. Ratsuchende vertrauen ihnen dabei auch persönliche Geheimnisse, manchmal sogar strafbares Verhalten, an. Das ist gut so, denn die Profession lebt davon, dass ihr Vertrauen entgegengebracht wird und Diskretion erwartet werden kann. Nur so gelingt professionelles Arbeiten.

Ein*e Sozialpädagoge*in erfährt beispielsweise in der sozialen Schuldnerberatung zu Beratungsbeginn durchaus auch von Handlungen, die zu einer Strafanzeige wegen Betrug, Verstoß gegen das Versicherungspflichtgesetz oder Sozialleistungsmissbrauch führen können.Kommt es zu einer Anzeige, ist es denkbar, dass Ermittlungsbehörden auch die beratende Person als Zeug*in laden. In dieser Situation müssen Sozialpädagog*innen die Wahrheit aussagen. …

 

Das Zeugnisverweigerungsrecht für Sozialpädagog*innen ist deshalb eine wichtige und notwendige Forderung. Der GEW-Kreisverband Hof, die GEW Bayern und das Sozialpädagogische Büro in Nürnberg begrüßen deshalb das Aktionsbündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht für staatlich anerkannte Sozialpädagog*innen. Die Initiative ist überfällig.

 

Aus : DDS Januar / Februar 2021 (gekürzter Artikel von Sabine Prell und Mario Schwandt)

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Bildungsgewerkschaften zum „Internationalen Holocaust Gedenktag“

 

GEW und VBE: „Nie wieder“ – in Zeiten des Abstands digital gedenken

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verweisen zum „Internationalen Holocaust Gedenktag“ auf die Möglichkeit, die vielfältigen virtuellen Angebote zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu nutzen. Sie betonen: „Es macht einen ganz besonderen Eindruck, an den Orten des Verbrechens zu gedenken und die Stimmung dort auf sich wirken zu lassen. Doch auch digitale Angebote können und sollten ihren festen Platz bei der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in der Bildungsarbeit haben. ....“

Die Möglichkeiten, einfachere Zugänge zu finden, und kreative Angebote umzusetzen, sind zahlreich. So kann man beispielsweise Anne Franks Tagebuch als fiktionale Serie auf YouTube ansehen oder einen virtuellen Rundgang in ihrem Versteck machen. Museen, etwa das Jüdische Museum Berlin, laden Kinder ab drei Jahren zu Mitmachaktionen ein.

Persönliche Geschichten einzelner Menschen können über die sogenannten Stolpersteine oder das Projekt „Zweitzeugen“ recherchiert und erzählt werden. Täglich die Erinnerung wach halten kann man mit dem Twitterkanal der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Zudem ist 2021 das Jahr, in dem verschiedene Kultureinrichtungen 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland feiern.

 

Die GEW-Vorsitzende Tepe unterstrich: „Wir müssen die Erinnerung an den Holocaust wachhalten und mit dem aktiven Einsatz für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen verbinden. Gerade in der schwierigen Corona-Zeit brauchen wir eine handlungsfähige Demokratie mehr denn je. Wir alle müssen Aufklärungsarbeit leisten und uns gegen nationalistische, rassistische Ideologen und Verschwörungstheoretiker engagieren – weltweit. ...

Der VBE Bundesvorsitzende Beckmann, macht deutlich: „Das Erstarken von Verschwörungstheorien sollte uns allen große Sorgen bereiten. Immer wieder werden gezielt einzelne Bevölkerungsgruppen, und zwar vor allem Jüdinnen und Juden, in den Fokus von Bedrohungsfantasien gestellt. Auch die Umdeutung der aktuell notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen in Drangsalierungsmethoden bis hin zu Vergleichen einzelner Rednerinnen mit Widerstandkämpferinnen aus dem Nationalsozialismus ist nicht nur pietätlos, sondern darf auch nicht hingenommen werden. Eine lebendige Erinnerungskultur unterstützt die Gesellschaft dabei, solchen Fantasien und Vergleichen die erschreckende Realität entgegenzuhalten. Und die heißt weiterhin: Der Nationalsozialismus hat unvergleichliches Leid gebracht! ‚Nie wieder!‘ darf keine Floskel, sondern muss Leitmotiv der politischen Bildung sein.“

 

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         GEW-Kreisvorsitzender: Karlheinz Edelmann edekarl@yahoo.de

 

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Aus früheren Pressemitteilungen:

Besuch des Jüdischen Friedhofs in Hof am 20. Februar 2020

 

Führung: Dr. A. Khasani, stellvertret. Vorsteher der Israelit. Kultusgemeinde (Hof)

Die Veranstaltung von VVN - BdA Hof / Wunsiedel und GEW Hof-Wunsiedel traf auf unerwartet große Resonanz - ca. 50 Interessierte ließen sich an Ort und Stelle +über den in der Regel der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Jüdischen Friedhof informieren. Die Veranstaltung knüpfte an den antifaschistischen Stadtrundgang der GEW im letzten Jahr an.

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Buchtipps

Neuerscheinung zum Thema Berufsverbote:

 

Heinz-Jung-Stiftung (Hg.) "Wer ist denn hier der Verfassungsfeind! Radikalenerlass, Berufsverbote und was von ihnen geblieben ist" Frankfurt 2019, Papyrossa Verlag  ISBN  978-3-89438-720-4

 

Neuerscheinung zum Helmbrechtser Todesmarsch

 

Das Frauenkonzentrations- und Außenlager Helmbrechts
Der Todesmarsch von Helmbrechts nach Volary CZ/Wallern
(10 Euro)
(mit Beiträgen u.a. von Ulrich Fritz, Stefan Pöhlmann, Klaus Rauh, Dr. Jörg Skriebeleit, Nanne Wienands, Regina Scholz )


In dieser Neuerscheinung von 2019 wird das unendliche Leiden, aber auch der Mut der vorwiegend jüdischen weiblichen Häftlinge auf ihrem Weg, kurz vor Kriegsende, nach Wallern (heute Volary, Tschechien) beschrieben.

Die sehr sehenswerte Gedenkstätte Langer Gang in Schwarzenbach/Saale (Nähe Bahnhof) (vgl. Website) hält weitere Infos bereit.

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich, bei der Geschäftstelle der IG Metall in Münchberg sowie bei dem Vorstandsmitglied des Vereins gegen das Vergessen, Regina Scholz, in Oberkotzau.

 

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                     GEW Hof-Wunsiedel

Kontakt:

Karlheinz Edelmann, Kreisvorsitzender

edekarl@yahoo.de

 

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Wir wünschen allen Mitgliedern

Gesundheit, Energie, Einfallsreichtum und viel Mut

zur nötigen Veränderung

(nicht nur) des Bildungssystems -

es ist an der Zeit !

 

 

 

 

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