GEW HOF
GEW HOF
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW Oberfranken
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft                                           GEW Oberfranken

wen Wählst du?                     meine stimme bekommen Engagierte Kolleg:innen!

Hier stehen unsere oberfränkischen Kandidat:innen für die Grund- und Mittelschulen, dann für die Förderschulen.

Du suchst die örtlichen Listen? Klicke GEW in Oberfranken und dann den entsprechenden Kreisverband.

Die GEW-Listen für die Gruppen im Hauptpersonalrat fndest du unter

gew-bayern.de/personalratswahl-2021 

Und hier unsere Infos und Kandidat:innen für den Bereich Förderschulen:

 

 

 

Die Schockstrategie geht weiter

 

Nach der aufschlussreichen Broschüre LOCKDOWN - NICHT NOCHMAL!  (siehe weiter unten)

legen KLARtext und das Rhein-Main-Bündnis eine zweite "Streitschrift zur Sache" vor.

 

Das Leben dreht sich seit März 2020 um ein Virus namens SARS-CoV-2. Die Infizierung durch das Virus zu verhindern und es sogar zu eliminie­ren, wurde zum vorrangigen Ziel erklärt.

Wird die Bereitschaft der Bevölkerung, sich den damit begründeten Auflagen zu fü­gen, massiv gefördert mit dem Hinweis auf mögliche Bedrohungen, die keiner Überprü­fung standhalten?

 

Die gewerkschaftlich aktiven Autoren analysieren zentrale Behauptungen, mit denen die Not­wendigkeit von Lockdowns und massiven Freiheitseinschränkungen begründet werden, stellen zahlreiche Übertreibungen, Halbwahrheiten und Desinfor­mationen bei den offiziellen und medial verstärkten Rechtferti­gungen fest und benennen maßlose Verleumdungen und offene Unterdrückung von Kritik.

 

Bestellungen unter     dvs@dvs-buch.de


 

 

Gute Erfahrungen mit kleinen Lerngruppen

Die Folgen der Coronakrise im Bildungsbereich standen im Mittelpunkt des oberfränkischen Bezirkstreffens der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft am 26.09.20 in der Konzertscheune Gefrees – einem besonderen Tagungsort in besonderen Zeiten.

Nach der Begrüßung durch Kerstin Franke vom GEW-Bezirksvorstand sprach Roland Dörfler aus Bayreuth, ehemals Schulleiter in Hollfeld, über die unterschiedlichen Erfahrungen, die Schüler/innen und ihre Lehrkräfte seit März dieses Jahres machten. Die Wochen völliger Schulschließungen waren allen Teilnehmer*innen in schlechter Erinnerung. „Wie gut jedoch die anschließenden Monate mit ihrem Wechsel des Lernens in der Schule und zu Hause gelang, hing einerseits von der Qualität der digitalen Ausstattung und Lernsoftware an den Arbeitsplätzen ab, andererseits natürlich auch von der persönlichen Routine der Beteiligten im Umgang damit“, so Dörfler. Schulverwaltung und Kommunen forderte er auf, endlich überall datenschutzkonforme Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.
In der Diskussion waren sich die Teilnehmer*innen einig, dass sie vor allem mit dem Lernen in kleinen Gruppen beste Erfahrungen machten. Die Konzentration der Schüler/innen stieg dadurch erfreulich, was sich auch in besseren Ergebnissen bei den Abschlussprüfungen zeigte.
Ebenso einhellig wurde berichtet, dass digitales Lernen Unterstützung bei einzelnen Lernschritten bieten könne, der persönliche Kontakt zwischen Lehrkräften und Schüler*innen jedoch selbst durch beste Programme nicht zu ersetzen sei. Wenn nach Aussage der verantwortlichen Politiker*innen vermehrte Infektionszahlen zu befürchten seien, dann kämen die Schulen nur mit kleinen Lerngruppen und entrümpelten Lehrplänen unbeschadet über den Winter. Außerdem müsste in kurzen Abständen gelüftet und in allen Unterrichtsräumen Luftreinigungsgeräte mit qualitativ hochwertigsten Filtern betrieben werden, so Andreas Hartmann, Vorsitzender der GEW Forchheim.

Parallel zu diesem schulischen Schwerpunkt beriet Peter Weiß aus Weiden Kolleg*innen über ihre Rechte in Kindertagesstätten, an Hochschulen und in der Weiterbildung. Dabei ergaben sich auch Fragen zur aktuellen Tarifrunde im Öffentlichen Dienst, bei der die GEW gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di 4,8 % Gehaltserhöhung, mindestens jedoch 150 € fordert. Dass die Arbeitgeber*innen nach zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt hätten, bezeichneten Teilnehmer*innen als klaren Widerspruch zu den Reden über die „Systemrelevanz“ der Kitas. Es sei noch nicht lange her, da wurden die dort Beschäftigten noch mit Lobeshymnen für ihre Arbeit unter Krisenbedingungen überhäuft - von den selben Politiker*innen, die nun bei den Tarifverhandlungen auf der Bremse stehen.

Am Nachmittag des GEW-Bezirkstreffens stand die Frage auf dem Programm, wer denn die Haushaltslöcher stopfen solle, die v.a. durch Steuerausfälle, Kurzarbeitergeld und durch Aber-Milliarden an staatlicher Unterstützung für Großkonzerne gerissen wurden. Nach einer Einführung durch Kollegen Reinhard Meringer aus Hof entwickelte sich eine intensive Diskussion darüber, wie die Regierungen dies bewältigen wollen, wenn sie weiterhin das Horten von Billionen Euros in Steueroasen dulden, wenn sie keine Sonderabgabe von Milliardär*innen und Multimillionär*innen einziehen, wenn sie keine Vermögenssteuer kassieren und wenn sie nicht einmal die Erbschaftssteuer sozial angleichen. „In diesen Punkten erwarte ich viel stärkeren Druck unserer Gewerkschaften, damit die Schuldenlast nicht auf die unteren und mittleren Einkommensgruppen abgeladen wird“, so Ernst Wilhelm, Vorsitzender der GEW Bamberg.

Abgerundet wurde der Tag vom Harfinisten Andy Lang, dem Eigentümer der Konzertscheune Gefrees, der mit seiner Harfe und irischen Songs einen wunderbaren Ausklang schuf. Seine Texte und Anekdoten waren überzeugende Plädoyers dafür, besonders in Zeiten verordneter Distanz die gemeinsamen Stunden für den intensiven Austausch der Gedanken und die wohltuende Pflege von Freundschaften zu nutzen.

Aufschlussreiche 100-Seiten des Autorenkollektivs der Kollegen Reinhard Frankl, Rainer Roth und Tobias Weißert mit dem Titel LOCKDOWN  -  NICHT NOCHMAL!
Zu bestellen bei
www.klartext-info.de      
oder
         info@dvs-buch.de

Mit freundlicher Genehmigung der Autoren hier das 4-seitige Kapitel

Ebenfalls zu empfehlen: die Artikel von Prof. Dr. Klaus Weber "Crisis? What Crisis?"

und von Wolfgang Veiglhuber "Gewerkschaften - wie weiter in Zeiten von Corona?" beide in der DDS vom Juni 2020:

https://www.gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/dds-2020-06

 

 

 

GEW stellt Fragen zum

 

Gesundheitsschutz

 

 

„Gegen das Corona-Virus fahren unsere Regierungen schwerste Geschütze auf, spannen billionenschwere Rettungsschirme, schränken gleichzeitig Grundrechte ein. Gewerkschaften forderten von Anfang an wirksame Unterstützung besonders für die finanziell Schwächeren und die Bereitstellung der in den amtlichen Vorgaben genannten Schutzmaßnahmen an den Arbeitsplätzen. Darüber hinaus stellt der Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Oberfranken mehrere Fragen dazu, wie viel den Regierungen künftig gesunde Lebensverhältnisse wert sind:
 

- Was unternimmt das Verkehrsministerium gegen innerstädtische Abgas- und Feinstaubbelastungen, die jährlich zigtausenden Menschen das Leben kosten?
Wird sich Herr Scheuer weiterhin gegen schärfere Geschwindigkeitsbeschränkungen wehren, obwohl die Gewerkschaft der Polizei überhöhte Geschwindigkeiten als das „größte Todes- und Verletzungsrisiko auf den Straßen“ sieht?

 

- Wird die bay. Staatsregierung wie in den vergangenen 20 Jahren die gesetzlichen Bestimmungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in staatlichen Schulen weiter missachten?
Lehrkräfte z.B. können immer noch keinen persönlichen Kontakt zu Betriebsärzt*innen aufnehmen, wenn sie einen Zusammenhang zwischen Krankheitssymptomen und ihrer Situation am Arbeitsplatz befürchten. Auch
umfassende Gefährdungsbeurteilungen sucht man an unseren staatlichen Schulen vergeblich!

 

- Werden schwerwiegende psychosoziale Belastungen für schwächere Schüler*innen künftig ernst genommen und die Test- und Notenflut in den Schulen endlich auf den Prüfstand gestellt? Oder gilt weiterhin die Erwartung, dass Schüler*innen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten zur gleichen Zeit die gleichen Leistungen abliefern sollen?
Werden die kaum überraschenden Unterschiede in den Ergebnissen weiterhin mit sechs Notenstufen bewertet und dazu benutzt, um Kinder in Schularten mit ganz unterschiedlicher gesellschaftlicher Wertigkeit zu sortieren?

 

- Wird weiterhin öffentliche Werbung für Alkohol und Zigaretten erlaubt sein - trotz all deren verheerenden Auswirkungen?

 

- Wird die Bundesregierung auch in der Frage des Klimawandels endlich die von den meisten Wissenschaftler*innen als höchst dringlich bezeichneten Maßnahmen ergreifen?
„Für den Schutz der Umwelt sind keine Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote nötig, keine Schließung von Läden und gastronomischen Betrieben - allerdings brauchen wir den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien sowie spürbare Strafen im Falle der Vergiftung des Bodens, der Luft, des Wassers und der zwischenmenschlichen Kommunikation!“ erklärt Ernst Wilhelm, Vorsitzender der GEW in Bamberg.

 

Außerdem fordert die GEW radikale Kürzungen im Rüstungsetat und eine Sonderabgabe der Milliardäre und Multimillionäre, damit die riesige Steigerung der Staatsschulden im Zuge des Corona-Lockdowns nicht – wie üblich - der Mehrheit der Bevölkerung aufgebürdet wird.
Prekäre Lebensverhältnisse und soziale Ungerechtigkeit fügen dem Zusammenhalt und dem Wohlbefinden der Bürger*innen enormen Schaden zu.
Nun wird sich zeigen, welche Politiker*innen ihr Mantra vom Vorrang der Gesundheit so ernst meinen, wie sie es täglich verkünden,“ so Wilhelm.

                                                                                                   im April 2020

 

--------------------

 

Protestieren Grundschullehrkräfte zu Recht, wenn sie länger unterrichten sollen? Ich meine: Ja! Denn sie haben zusammen mit den Fachlehrkräften die höchste Unterrichtsverpflichtung. Dabei brauchen sie wie alle Lehrkräfte vor gutem Unterricht eine entsprechende Vorbereitungszeit für passende Methoden und geeignetes Material, damit sich die enormen Unterschiede bei den Fähigkeiten der Schüler berücksichtigen lassen (Stichwort: Inklusion).

 

Nach dem Unterricht stehen oft mehrere Stunden für Korrekturen an, die durch ministerielle Vorgaben über die Zahl der schriftlichen Prüfungen teils unnötig hochgetrieben wurden. Zeugnisformulare sehen zwei Seiten persönlich zugeschnittenen Text für jedes Kind vor. Völlig überzogen, meine ich und bin gespannt, wie weit sich der Minister in diesen Punkten bewegen wird.

 

Dazu kommen Gesprächstermine mit Eltern und besonders mit denjenigen Schüler*innen, deren Lern- und Sozialverhalten der Unterrichtsatmosphäre gar nicht gut tun, außerdem der Umgang mit digitalen Lehrmaterialien, Lehrerkonferenzen...

Was da zusammenkommt, ist nicht einfach gefühlte Arbeitszeit, sondern durch verlässliche Untersuchungen belegt: Selbst unter Anrechnung der die Urlaubstage überschreitenden Ferienzeiten arbeiten Lehrer*innen i.d.R. länger als der übrige öffentliche Dienst. Viele Lehrkräfte schafften ihre Aufgaben deshalb nur, weil sie ein Teilzeitmaß beantragen konnten, das ihrer Lebenssituation entsprach, ein Sabbatjahr nehmen oder wenige Jahre früher in den Ruhestand gehen konnten – alles bei entsprechendem Gehaltsverzicht. Und da meint Schulminister Piazolo, er könne einfach was draufpacken?
 

Jahrelang hatte das Ministerium ausgebildete Junglehrer*innen mit guten Abschlüssen abgewiesen - trotz eindringlicher Warnungen der Gewerkschaft. Nicht das Geld fehlte für zusätzliche Stellen, sondern eine verantwortliche Personalplanung und v.a. der politische Wille, bestmögliche Bildungschancen zu bieten.

Jetzt sind zu wenig Absolvent*innen da, um die Personallücken zu füllen. Und das Ministerium? Greift zur untauglichen Arbeitszeiterhöhung! Warum werden überflüssige Lehrplaninhalte nicht gestrichen? Damit ließe sich dann auch der Stundenplan der Kinder vorübergehend geringfügig kürzen, bis wieder genügend Lehrkräfte ausgebildet sind. Sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräfte wären dadurch entlastet!

 

Wobei die bayerische Staatsregierung eine wesentliche Entlastungsmöglichkeit völlig ignoriert: die Abschaffung gleicher Prüfungsanforderungen in unseren Schulen, damit die Abschaffung des Übertritts an Realschule und Gymnasium - möglich durch den Aufbau der EINEN GEMEINSAMEN SCHULE, in der alle Schüler*innen entsprechend ihrer persönlichen Fähigkeiten vorankommen  -  ohne Druck und unter Berücksichtigung eigener Zielsetzungen!  Lehrkräfte wären dann Lernberater*innen und ihre Schüler*innen nicht mehr Objekte ministeriell bestimmter Anforderungen! Dann wären Schulen endlich "Häuser des Lernens" statt Institutionen unverantwortbaren Aussortierens.
 

 

Ernst Wilhelm, Vorsitzender der GEW Bamberg                                        Februar 2020

Ist Bayerns Schulpolitik in 7 Min. erklärbar?
8 Puppen des Bamberger Marionettentheaters versuchen`s:


https://www.youtube.com/watch?v=4V0CA-2tunw

Neuer Band der Reihe widmet sich Reformen seit 1920 (Wed, 12 May 2021)
>> Mehr lesen

„Das ist eine große Aufgabe“ (Wed, 12 May 2021)
>> Mehr lesen

Gefährliche Bilder (Tue, 11 May 2021)
>> Mehr lesen

„Goethe würde Metal hören“ (Tue, 11 May 2021)
>> Mehr lesen

„Kinderarbeit ist eine besonders gravierende Form der Ausbeutung“ (Mon, 10 May 2021)
>> Mehr lesen

Druckversion Druckversion | Sitemap
© GEW-Oberfranken