GEW HOF
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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Oberfranken
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                           GEW Forchheim

Die NS-Kreisleiter Dr. Carl Ittameier und Karl Schmidt

 

Vortrag von Dr. Manfred Franze in Kooperation mit der VHS Forchheim und dem Heimatverein Forchheim

Was waren das eigentlich für Menschen, die in Oberfranken den Nationalsozialismus am Laufen gehalten haben? Welche Rolle haben in Oberfranken geborene Nazis im „Dritten Reich“ gespielt? Was können wir heute aus der Betrachtung solcher Leute lernen?

 

Zusammengefasst und erschienen sind die Betrachtungen in Band 20 der Reihe „Täter – Helfer – Trittbrettfahrer“ mit insgesamt 24 Kurzbiografien von NS-Belasteten aus Oberfranken. (Gerstetten 2025 ISBN 978-3-945893-28-9 27,99 €)

 

 

Gerade in Zeiten wie diesen kommt es darauf an, sich klar zu machen, wie die schlimmste Katastrophe in der deutschen Geschichte möglich wurde, auch vor Ort und in der Region. Man muss alles daransetzen, dass so etwas nie wieder geschieht. Wer das anzweifelt und etwa behauptet „es sei nicht so oder nicht ganz so schlimm gewesen, der verteidigt bereits, was geschah, und wäre fraglos bereit zuzusehen oder mitzutun, wenn es wieder geschieht.“ (Theodor W. Adorno)

 

Nach den großen Stimmgewinnen bei den Land- und Reichstagswahlen ab 1930 führte die NSDAP im Juni 1932 eine Organisationsreform durch und unterteilte ihre ca. 40 Gaue in Kreise, die territorial einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt entsprachen. An der Spitze stand jeweils als ein vor Ort ranghöchster „Hoheitsträger“ der Partei ein „Kreisleiter“ mit eigener Dienststelle und mehreren Mitarbeitern. Im heutigen Landkreis Forchheim gab es davon zwei, Dr. Carl Ittameier und Karl Schmidt einen für den ehemaligen Landkreis Ebermannstadt, der bis 1939 in Heilgenstadt residierte und einen für Stadt und Landkreis Forchheim mit Teilen des Landkreises Pegnitz sowie Höchstadt, der als „Kreis Fränkische Schweiz“ bis 1943 seinen Sitz in Gräfenberg hatte.

 

Dr. Wolfgang Proske, der Herausgeber der Buchreihe und Gründer des Kugelberg-Verlags, übernimmt die Einführung in den Vortrag mit der Erläuterung seiner von ihm entwickelten dreigliedrigen Klassifizierung der NS-Belastung.

 

Unser Kollege Dr. Manfred Franze wird in seinem Power-Point-Vortrag zusammenfassend seine Aufsätze über die beiden Kreisleiter vorstellen.

 

Am: Donnerstag, 12.03.2026

Um: 19:00 Uhr
Im: Kulturraum St. Gereon, Nürnberger Str. 3, 91301 Forchheim

 

Die Anmeldung erfolgt direkt über die Volkshochschule Forchheim.

Der Eintritt ist frei.

Der nächste Stammtisch findet am Aschermittwoch statt.

Der Ort wird noch bekanntgegeben

Nationalsozialismus in Forchheim

 

„Aufstieg und Machtübernamen der Nationalsozialisten

in Forchheim“

 

In einem Power-Point-Vortrag hat Manfred Franze am 4. November 2024 in der Reihe der Kaiserpfalzgespräche die Entwicklung der NSDAP in Forchheim von ihrer Gründung über Hitler-Putsch, Verbotszeit und Neugründung 1926 bis hin zur Phase der Machtübernahme gezeigt. Forchheim hat sich 1918 „nur widerwillig und unter dem Druck auswärtiger Soldaten- und Arbeiterräte“ – so Bürgermeister August Reinhard – der Republik angeschlossen. Fünf Jahre lang zog sich auch hier die Auseinandersetzung um die neue Staatsform hin, zwischen Demokraten und Republikgegnern, zwischen Sozialisten und völkischen Nationalisten. In diesem Dschungel politischer Parteiungen entstand schon früh in Forchheim eine Ortsgruppe der NSDAP – konkret am Freitag, 27. Oktober 1922, im Gasthaus „Zum Schwan“ am Paradeplatz. Nach dem gescheiterten Hitler-Putsch agierte die Partei zunächst unter neuen Namen ungehindert weiter, gab eine eigene Zeitung heraus („Der Streiter“) und unterstützte von Forchheim aus die Gründung von NSDAP-Ortsgruppen und Stützpunkten im Umland. Maßgeblich Akteur war der Ortsgruppenleiter Hans Hofmann. Er war es auch, der im Frühjahr 1933 die Gleichschaltung des Stadtrats betrieb.

 

Zum Nachlesen: Manfred Franze:
Aufstieg und Machtübernahme der Nationalsozialisten in Forchheim, Ebermannstadt und in der Fränkischen Schweiz, Erlangen, 2014, ISBN 978-3-7896-1703-4 und
Forchheim zwischen November-Revolution und Hitler-Putsch (1918 –1923), ARCHIV FÜR GESCHICHTE VON OBERFRANKEN, Band 104 (2024)

Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg! Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!

Initiative 'Gewerkschafter gegen Aufrüstung'"Gigantische Finanzmittel und Ressourcen werden für Krieg und Militär verpulvert. (…) Während in den sozialen Bereichen, bei Bildung und Infrastruktur gravierend gekürzt wird und die Lasten der Klimapolitik auf die Masse der Bevölkerung abgewälzt werden. Die Gewerkschaften müssen sich unüberhörbar für Friedensfähigkeit statt „Kriegstüchtigkeit“ einsetzen, für Abrüstung und Rüstungskontrolle, Verhandlungen und friedliche Konfliktlösungen. Für Geld für Soziales und Bildung statt für Waffen. Das ergibt sich aus ihrer Tradition und ihren Beschlüssen. Auch und besonders in den aktuellen Auseinandersetzungen um die internationale Politik und um die Haushaltspolitik! (…) Wir fordern unsere Gewerkschaften und ihre Vorstände auf, den Beschlüssen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden! Die Gewerkschaften müssen sich laut und entschieden zu Wort melden und ihre Kraft wirksam machen: Gegen Kriege und gegen Aufrüstung!“

Aufruf von über 140 GewerkschafterInnen bei der Initiative ‚Gewerkschafter gegen Aufrüstung‘ externer Link vom 4.03.2024 mit Möglichkeit der Mitunterzeichnung.

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