Rom

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Das römische Imperium

 

Laut Gründungssage wurde Rom im Jahr 753 v. Chr. von Romulus gegründet, der  gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Remus von einer Wölfin gesäugt worden sein soll. Archäologen haben erforscht, dass um 800 v. Chr. tatsächlich eine Ansiedlung nahe der Tibermündung bestand. Diese entwickelte sich zu einem Stadtstaat und bildete die Keimzelle des riesigen Römischen Reiches, das um 100 n. Chr. ganz West- und Südeuropa, den Nahen Osten sowie die Küsten Nordafrikas beherrschte. So beeinflusste die lateinische Sprache und Schrift die Kommunikation vieler Völker („Romanisierung“). Die Ausweitung des Machtbereichs gelang durch Verträge oder militärische Gewalt, für die zuerst die Bürger Roms ihr Leben einsetzten. Später wurden dafür Söldnerheere rekrutiert.

 

Wenn keine natürlichen Grenzen zur Verfügung standen, bauten die Römer aufwändige Grenzanlagen aus Holzpalisaden oder Steinmauern, z.B. den 550 km langen Limes vom Rheinland bis zur Donau. Kastelle mit Wehrmauern, Unterkünften, Lazarett und Badehaus wurden für die Soldaten bereitgestellt. An den Grenzen gab es aber keineswegs nur Kämpfe. Dort blühte auch der Handel und der Austausch der Kulturen (Erzählungen, Schrift, Kunst, Musik, Feste ...).

 

Verstreut über Mittel- und Westeuropa lebten Stammesgruppen der Kelten. Sie beherrschten v.a. die Metallherstellung, den Salzabbau und die Bernsteingewinnung. Einige keltische Stämme arbeiteten mit den Römern zusammen, andere bekriegten diese, waren dem römischen Militär aber deutlich unterlegen.

 

Trotz besserer Ausrüstung und zahlenmäßiger Überlegenheit wurden zwei römische Legionen im Jahre 9 n. Chr. vernichtend geschlagen. Germanische Kämpfer unter ihrem Anführer Arminius (vom Stamm der Cherusker) lockten zwei Legionen in einen Hinterhalt im Teutoburger Wald und ließen fast keinen Legionär entkommen.

In der Zeit der „Völkerwanderung“ attackierten immer mehr germanische Stämme die römischen Provinzen nördlich der Alpen  und dann die Apennin-Halbinsel, das heutige Italien. Aus Osteuropa griffen die Wandalen, Burgunder und Alamannen an, aus Nordwesteuropa die Franken, Angeln und Sachsen. Aus Asien fielen die Reiterheere der Hunnen ein. Aus Skandinavien zogen die Goten nach Süden und eroberten unter Führung von Alarich im Jahr 410 die Hauptstadt Rom. 455 wurde Rom von den Wandalen geplündert. Dies war auch deshalb möglich, weil die Machtkämpfe der Herrscher das Reich schwächten und Kaiser Konstantin im Jahre 330 das Machtzentrum nach Osten verschoben und eine neue Hauptstadt gegründet hatte: Konstantinopel (später umbenannt in Byzanz, heute Istanbul). 476 n. Chr. setzten die Goten den weströmischen Kaiser Romulus Augustulus ab. Damit endete das weströmische Reich und die Zeit der Antike.

 

Bekannte Herrscher Roms: Caesars Truppen eroberten Gallien und Teile Britanniens.

45 v. Chr. machte sich Caesar zum Alleinherrscher. Im Jahr danach wurde er im römischen Senat ermordet. Sein Nachfolger Augustus regierte in der Zeit von Christi Geburt als Oberbefehlshaber des Heeres (Imperator), Reichsverwalter (Tribun), Gesetzgeber und als oberster Priester (Pontifex Maximus).

Nero ließ angeblich die Hauptstadt anzünden (64 n. Chr.) und schob die Schuld den Christen zu. Viele Anhänger der neuen Religion wurden hingerichtet oder starben in aufgezwungenen Kämpfen z.B. im Colosseum.

Konstantin besiegte seine Gegner im Zeichen des Kreuzes und garantierte im Jahre 313 den Christen die Glaubensfreiheit. Zuvor waren Christen v.a. deshalb verfolgt worden, weil sie den Kaiser nicht als Gott anerkannten und den Militärdienst verweigerten. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde das Christentum sogar Staatsreligion im römischen Reich.+

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