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Der Umgang mit Konflikten Menschen haben unterschiedliche Meinungen und Wertvorstellungen. Treffen verschiedene Interessen und Haltungen aufeinander, kann es leicht zu Konflikten kommen. Ungelöste Konflikte lassen Rivalitäten, Feindbilder und Aggressionen entstehen, die zu Verletzungen oder gar zum Tod von Beteiligten führen können. Wir unterscheiden physische (körperliche) und psychische Gewalt. Diese liegt vor, wenn die Menschenwürde durch Worte, Blicke oder durch Nichtbeachtung verletzt wird. Aufgrund der vielen Gewaltszenen in Medien (Fernsehen, Comics, Computerspielen...) besteht die Gefahr, dass gewalttätiges Verhalten für normal und selbstverständlich gehalten wird und das natürliche Mitgefühl für das Opfer abstumpft. Konflikte
lassen sich grundsätzlich gewaltfrei durch konstruktive (aufbauende) Gespräche
lösen. Voraussetzung dazu sind Toleranz, Kompromissbereitschaft und der Wille,
auch die Lage des Gegners zu verstehen. Statt allgemeiner Vorwürfe sollte
konkret das Verhalten benannt werden, das zu Angst, Ärger oder Wut gegenüber
anderen führt. Beispiele positiver Formulierungen sind: „Ich kann verstehen, dass du das möchtest, aber für mich bedeutet das..." Wer Gewalttätigkeiten bemerkt, muss entscheiden, welche Möglichkeiten der Intervention (des Eingreifens) bestehen, ohne sich selbst in zu große Gefahr zu begeben. Durch konsequente Prävention (Vorsorgemaßnahmen) könnten in unserer Gesellschaft Gewaltausbrüche vermindert werden. Je geringer sich die Schere zwischen Arm und Reich öffnet und je mehr Selbstachtung jeder Mensch aufbauen kann, desto unwahrscheinlicher ist das Entstehen von Aggressionen. Kann sich diese Selbstachtung aber nicht entwickeln, dann wird versucht, diesen Mangel auszugleichen - durch Abwertung, Bedrohung oder Verletzung anderer, besonders von Menschen mit Behinderung, mit anderer Religion, anderer Herkunft, anderer Hautfarbe oder anderer Sprache. Eine humane Gesellschaft darf solche Diskriminierungen und Gewaltanwendungen nicht dulden, sonst würde sie sich selbst aufgeben. |
GEW-Oberfranken.
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