Griechenland

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Das antike Griechenland

¾ der Fläche Griechenlands sind gebirgig. Über 2000 griechische Inseln  -  die größte heißt Kreta  -  machen ein Fünftel des Landes aus. Zwischen Hellas (GR) und Italien liegt das Ionische Meer, östlich der Hauptstadt Athen die Ägäis.

Heute leben die 11 Millionen Griechen in einem geeinten Staat. Um 500 v.Chr. existierten etwa 700 selbstständige Stadtstaaten, die sich zwar gegen Aggressoren von außen häufig unterstützten, sich ansonsten aber auch oft gegenseitig bekämpften.

Jahrzehntelang setzten sich die Griechen gegen zahlenmäßig überlegene Heere der Perser zur Wehr. 490 v.Chr. besiegten sie die persische Armee bei Marathon. Angeblich lief ein Soldat die 40 km vom Schlachtfeld bis Athen, um die Siegesnachricht zu überbringen  -  der heutige Marathonlauf hat daher diesen Namen.

334 v.Chr. führte der mazedonische König Alexander d.Gr. einen Rachefeldzug der Griechen gegen die Perser und eroberte in nur 11 Jahren große Teile Asiens und Nordafrikas. Nach seinem Tod zerfiel sein riesiges Reich durch die gegenseitigen Kriege seiner ehemaligen Generäle.

Im Gegensatz zu benachbarten Völkern mit einem Alleinherrscher an der Spitze bestimmten die männlichen, freien Bewohner Athens ab etwa 500 v.Chr. ihre Politik selbst, indem sie in Volksversammlungen diskutierten, abstimmten und ihre Richter, Feldherren sowie 500 Verwaltungsleute wählten: Die Athener zeigten Ansätze demokratischer Politik. Befürchteten sie, jemand könnte die Alleinherrschaft an sich reißen, führten sie das „Scherbengericht“ durch: Wenn tausende Bürger den Namen eines Verdächtigen auf Tonscherben schrieben, musste dieser die Polis für 10 Jahre verlassen.

Nach Überzeugung der Hellenen in der Antike nahmen ihre Götter hin und wieder menschliche Gestalt an und mischten sich direkt in die  Angelegenheiten der Menschen ein. Als Wohnstätte der Götter galt der Olymp, mit über 2900 m der höchste Berg Griechenlands. Als Göttervater wurde Zeus verehrt, seine Gattin war Hera. Poseidon hieß der Gott der Meere, Aphrodite die Göttin der Schönheit, Apollon der Gott der Jugend, Athene die Göttin der Weisheit, Eros der Gott der Liebe, Demeter die Göttin des Ackerbaus, Dionysos der Gott des Weines…

Zum Ruhme ihrer vielen Götter errichteten die Griechen beeindruckende Tempelanlagen. Die bekannteste steht auf dem Burgberg von Athen, der Akropolis. Griechische Bildhauer schufen Statuen, die dem menschlichen Körper exakt nachgebildet sind.

Die Olympischen Spiele haben ihren Namen vom Ort Olympia auf der südlichen Halbinsel Peloponnes, wo sich die besten Sportler aus allen Teilen Griechenlands im 4-Jahres-Turnus trafen, um zu Ehren der Götter sportliche Wettkämpfe auszutragen. Während der Wochen der olympischen Spiele herrschte strikter Waffenstillstand zwischen verfeindeten Stadtstaaten. Fast 300 Mal feierten die Griechen die Sieger der Wettkämpfe, bis ein römischer Kaiser  393 n.Chr. das „heidnische Brauchtum“ verbot. 1896 griff der französische Baron de Coubertin diese Idee wieder auf und bestimmte die Regeln für die Olympischen Spiele der Neuzeit.

Der griechische Dichter Homer beschrieb in berühmten Versen den Kampf um Troja und die Irrfahrten des Odysseus nach dem Sieg der Hellenen. Weitere Poeten verfassten Dramen, Tragödien und Komödien, die in großen Amphitheatern Griechenlands gespielt wurden.

Der Eid des Hippokrates gilt heute noch als Grundlage ärztlicher Überzeugung. Griechische Philosophen lehrten unterschiedliche Theorien zur Erklärung der Welt und des menschlichen Zusammenlebens. Mathematiker und andere Gelehrte fanden wichtige Formeln und Naturgesetze. Der Begriff Gymnasium stammt vom griechischen gymnasion. Dort wurden v.a. Sport und Musik praktiziert.

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