Deutschland unter NS-Herrschaft

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Deutschland unter NS-Herrschaft

 

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Gleich am nächsten Tag schränkte er die Presse- und Versammlungsfreiheit seiner Gegner ein.

 

Als der junge Holländer Marinus van der Lubbe vier Wochen später den Reichstag in Brand setzte, nahm Hitler dies als Vorwand, um die Grundrechte der Bürger außer Kraft zu setzen. Von nun an konnte er jeden Verdächtigen beliebig lange und ohne Recht auf einen Anwalt einsperren lassen. Briefe wurden vom Geheimdienst gelesen, Telefone abgehört und das persönliche Eigentum beschlagnahmt. Damit konnten Hitler und die Nazis die gesamte Bevölkerung kontrollieren und die Gegner ausschalten. 12 Jahre Diktatur hatten begonnen. Mit dem Ermächtigungsgesetz im März 33 ließ sich Hitler diese Politik vom Reichstag bestätigen. Nur die Sozialdemokraten stimmten dagegen. Die kommunistischen Abgeordneten waren schon vorher verhaftet worden.

 

Als Reichspräsident Hindenburg 1934 starb, erklärte sich Hitler zum „Führer und Reichskanzler“ und ließ sich dies vom Volk bestätigen. Wie in seinem Buch „Mein Kampf“ angekündigt, verbannte er alle jüdischen Mitbürger aus staatlichen Stellen und erklärte sie durch die Nürnberger Rassegesetze zu Minderwertigen.

 

Die NSDAP legte von Anfang an größten Wert auf die Gleichschaltung der heranwachsenden Generation. Im Unterricht stand die Verherrlichung des Führers und seiner Ziele im Mittelpunkt. Jungen ab dem 10. Lebensjahr wurden als „Pimpfe“ ins Deutsche Jungvolk aufgenommen. Mit 14 Jahren führte ihr Weg in die HJ (Hitlerjugend), wo sie mit vormilitärischen  Übungen auf den späteren Kriegseinsatz vorbereitet wurden. Mädchen traten nach ihrer „Jungmädelzeit“ in den BDM (Bund Deutscher Mädel) ein und erlernten dort ihre Rolle als künftige Hausfrauen und Mütter mit nationalsozialistischer Gesinnung. Eltern, die ihre Kinder von diesen Massenorganisationen fernhielten, machten sich damit höchst verdächtig.

 

Am 9. Nov. 1938 zündeten die Nazis 267 Synagogen an, verletzten oder töteten Juden und zerstörten Tausende ihrer Häuser und Geschäfte („Reichskristallnacht“). Der  Besitz der Juden wurde „arisiert“, d.h. von den Nazis enteignet. Mehrere Millionen Deutsche jüdischen Glaubens wurden in den Konzentrationslagern (Dachau, Flossenbürg, Buchenwald, Auschwitz, Treblinka...) umgebracht, ebenso wie Hunderttausende Sinti und Roma sowie Bürger, die Widerstand geleistet hatten gegen die unmenschliche Nazi-Herrschaft.

 
GEW-Oberfranken.