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Die
deutschen Kaiser hatten immer mehr Macht an die Landesfürsten verloren. In
England mussten die Könige nach der Glorreichen Revolution von 1688 auf die
Einhaltung der Verfassung schwören. Im
Gegensatz dazu baute der französische König Louis XIV. die absolute
Herrschaft in seinem Staat aus. Luxuriöse Geschenke, Titel, Theater und
verschwenderische Feste lockten die Adeligen aus den frz.
Provinzen an
das Königsschloss in Versailles. Die Befehle des Königs führten seine
Beamten in allen Landesteilen aus. Auch die Minister handelten nur auf Anordnung
des Herrschers. „Der Staat bin ich !“ verkündete Ludwig XIV., der sich
selbst der Sonne gleichstellte. Zur
Durchsetzung seiner Machtansprüche führte er das Stehende Heer ein. Zur
Finanzierung von Militär und Hofstaat nutzte er die Wirtschaftsform des
Merkantilismus: Billige Rohstoffe wurden importiert, in Manufakturen
zu
begehrten Produkten verarbeitet (z.B. Gobelins) und teuer exportiert. Der
Import von Waren brachte hohe Zolleinnahmen. Aber der Luxus von Versailles ließ
sich auch damit nicht bezahlen. Der Dritte Stand (Bauern, Handwerker, Händler)
litt unter hoher Steuerlast -
Klerus und Adel waren dagegen von Steuerzahlungen befreit. Viele
europäische Fürsten nahmen sich den prunkvollen Herrschaftsstil des frz.
Sonnenkönigs zum Vorbild. Auch der bayerische Kurfürst Max Emanuel ließ barocke
Schlösser und Gärten errichten und überforderte damit seine Staatskasse. Im
Jahre 1683 wurde er gefeiert, weil seine Soldaten wesentlichen Anteil am Sieg über
das türkische Heer vor Wien hatten. Als Max Emanuel aber im Bündnis mit Ludwig
XIV. 1704 eine Schlacht im Spanischen Erbfolgekrieg verlor, wurde das damalige
Bayern zehn Jahre lang von österreichischen Truppen besetzt. Ludwig XIV. - Der Sonnenkönig (Infos im Internet) |
GEW-Oberfranken.
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