Unter
dem Druck der Öffentlichkeit, den sie als Ministerin der Zwei-Drittel
Regierung nicht gewöhnt ist, reagiert die Ministerin Hohlmeier in den Augen des stellvertretenden unterfränkischen
Bezirksvorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),
Rudolf Brandenstein, zunehmend hilflos. Im Pfeifkonzert der
zu Hunderten vor dem Wirsberg-Gymnasium versammelten Schüler, Eltern
und Lehrer fand sie es „beschämend, dass ihr Schüler euch von der
GEW instrumentalisieren lasst“. „Ich stehe hier nicht für eine
Gewerkschaft, sondern für mich und meine Zukunft!“ erwiderte ein empörter
Gymnasiast.
„Dass
Frau Hohlmeier den immer stärker anwachsenden Protest mündiger Bürger
als eine Verschwörung der GEW abtun will, ehrt uns,“ so Brandenstein,
zeige aber auch, wie sehr die CSU in ihrem Sparwahn unter Druck
stehe. Da schicke man eine überforderte Ministerin an die Front, ein
Produkt zu verkaufen, das voller Mängel sei. „G8 ist das Toll-Collekt
der CSU!“, meint der stellvertretene Vorsitzende der GEW Unterfranken,
Rudolf Brandenstein, den es nicht wundert, dass der Staatsministerin auf
ihrer Bayern-Tour zunehmend ein eisiger Wind entgegenweht, und nur noch
wenige bei diesen „Aufklärungsveranstaltungen“ mitspielen.
Einen
geplanten Warnstreik der GEW am 16. März verurteilt Hohlmeier als
„gesetzeswidrigen Versuch, gewerkschaftliche Interessen
durchzusetzen.“ Wenn Beschäftigte im Bildungsbereich
am 16. März für einige Stunden die Arbeit niederlegen um gegen
die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich, gegen Studiengebühren, Büchergeld
und Arbeitszeitverlängerung
von Lehrern zu protestieren, so geschähe das nicht auf dem Rücken der
Kinder sondern gerade für deren Zukunft. Die Eltern hätten schon lange
erkannt, dass überforderte, ausgebrannte und kranke Lehrkräfte für
die Schüler keine echte Hilfe sein können. „Die Eltern werden es in
Kauf nehmen, wenn mal zwei, drei Stunden ausfallen, weil Lehrer mit
ihnen gemeinsam für eine bessere Schule demonstrieren. Sie werden mit
ihren Kindern an unserer Seite stehen!“ so Brandenstein in Anschluss
an die Großdemonstration von über 4000 Schülern, Eltern, Lehrern am
Freitag, dem 13. in der Würzburger Innenstadt. Zudem müsste die
Ministerin wissen, dass Streikaktionen von Beamten in Deutschland nicht
„beispiellos“, sondern z.B. in Hessen erfolgreich seien. Gefragt
nach dem von Hohlmeier nicht angenommen Zwischenzeugnis erklärte
Brandenstein: „Soviel Format haben wir von Frau Hohlmeier auch nicht
erwartet, unser Zeugnis anzunehmen. Interessenten können es auf GEW
Homepage www.gew-unterfranken.de nachlesen.“