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Die GEW, das sind ca. 290.000 Frauen und Männer, die in pädagogischen und wissenschaftlichen Berufen arbeiten: in allgemeinbildenden Schulen, beruflichen Schulen, Kindertagesstätten und Jugendheimen, an Hochschulen, wissenschaftlichen Instituten und Forschungseinrichtungen. Die GEW - das sind aber auch Menschen, die in der Bildungsverwaltung und der Erwachsenenbildung tätig sind sowie an Bundswehrhochschulen, an deutschen Hochschulen im Ausland, an europäischen Schulen und bei Goethe-Instituten in vielen Ländern der Welt arbeiten.
Auch arbeitslose Pädagoginnen und Wissenschaftlerinnen gehören der GEW an. Sie sind ebenso gleichberechtigte Mitglieder wie Studentinnen und Studenten, die in der Ausbildung für einen pädagogischen oder wissenschaftlichen Beruf stehen. Die GEW gibt es seit über 50 Jahren. Sie ging aus Lehrervereinen hervor, deren Tradition ins 19. Jahrhundert zurückgeht. Sie ist Gründungsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), dem elf Gewerkschaften mit rund neun Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angehören. Gemeinsam teilen die GEW-Mitglieder die Meinung, daß der gewerkschaftliche Zusammenschluß der wirksamste Weg ist, soziale, berufliche und bildungspolitische Interessen zu vertreten. Verantwortung für das Ganze Gemeinsam mit anderen Gewerkschaften im DGB kämpft die GEW für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der arbeitenden Menschen, für den Ausbau des sozialen Rechtsstaates und für die demokratische Gestaltung der Gesellschaft. Die GEW ist die Gewerkschaft für alle, die im Bildungswesen Verantwortung für die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen tragen. Gewerkschaftliche Tarifpolitik - in enger Abstimmung mit den anderen DGB-Gewerkschaften, vor allem der öffentlichen Dienste - ist für uns ein zentrales Mittel zur Wahrnehmung der Interessen unserer Mitglieder. Wir bekennen uns zum Streikrecht als elementarem Grundrecht aller abhängig Beschäftigten, das auch Beamtinnen und Beamten nicht länger vorenthalten werden darf. Die GEW ist parteipolitisch unabhängig, aber nicht unparteiisch. Das bedeutet: Wir ergreifen Partei für die im Bildungswesen Beschäftigten, für die Entwicklung und den Ausbau eines demokratischen Bildungswesens. Punkte, die uns wichtig sind: • Bildung muß alle Menschen einbeziehen und gesellschaftliche Ungleichheiten abbauen. Es darf keine Sonderung nach Herkunft und sozialer Stellung, nach Konfession oder Weltanschauung, nach Geschlecht, Rasse oder Nationalität geben. Bildung muß ferner auf die allseitige Entwicklung des Menschen, auf die Entfaltung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Talente sowie seiner sozialen Kompetenzen gerichtet sein. • Das öffentlich finanzierte, in staatlicher Verantwortung stehende Bildungswesen hat für uns Vorrang vor privaten Bildungseinrichtungen. • Der Ausbau des Bildungswesens ist eine Investition in die Zukunft. Die GEW wendet sich gegen unvernünftige Kürzungspolitik zu Lasten der Jugend. Bildung muß uns teuer sein -gerade auch mit Blick auf Europa. Die GEW lehnt z.B. eine Erhöhung der Klassenfrequenzen und eine Einschränkung von Förderunterricht entschieden ab. • Die Hochschulen sind personell so auszustatten, daß sie den künftigen Anforderungen an Lehre und Forschung in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung gerecht werden und eine qualifizierte Ausbildung aller Studentinnen und Studenten gewährleisten können.
Praktizierte Demokratie Die GEW ist eine Mitmach-Gewerkschaft. In ihr machen nicht nur die Funktionäre Politik. Jedes einzelne Mitglied kann in und mit der GEW eine ganze Menge bewegen. Das garantiert der demokratische Aufbau. Die Willensbildung vollzieht sich von „unten" nach „oben", vom GEW-Kreisverband in die Gremien auf Landes- und Bundesebene. Um den unterschiedlichen Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder gerecht zu werden, gliedert sich die GEW in Fachgruppen: • Grund- und Hauptschulen • Förderschulen • Realschulen • Gymnasien • Gesamtschulen • Berufliche Schulen • Erwachsenenbildung • Sozialpädagogische Berufe • Hochschulen Die einzelnen Fachgruppen setzen sich mit den spezifischen Fragestellungen ihres Fachgebietes auseinander. Sie bieten Raum, um die konkreten Probleme des eigenen Arbeitsplatzes und die ihnen zugrunde liegenden Bedingungen zu besprechen. Fachgruppen-Treffen, Fachtagungen und Seminare stehen allen Mitgliedern zu Informations- und Meinungsaustausch offen. Gemeinsam können so gezielte Forderungen entwickelt werden. Für Frauen, Seniorinnen und für Studierende gibt es in der GEW das Angebot, ihre besondere Situation in eigenen Arbeitskreisen zu thematisieren Die Verbindung zwischen den jeweiligen Gliederungen ist Aufgabe der Vorstande der GEW. Sie bündeln die Informationen über alle Aktivitäten und diskutieren sie im Gesamtzusammenhang, so daß sich aus der Vielzahl der einzelnen Arbeitsinhalte und -formen ein gemeinsames GEW-Profil entwickeln kann. Darüberhinaus bietet die GEW ihren Mitgliedern noch weitere Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit: Fortbildungsangebote zu bestimmten Themen und für verschiedene Gruppen, z.B. pädagogische Konferenzen, Fachtagungen, Personal- und Betriebsräte-Schulungen Gefragt ist die aktive Mitarbeit und Mitentscheidung aller GEW-Mitglieder. In einer Organisation, in der die Lehrstuhlinhaberln an der Universität ebenso gut aufgehoben ist wie die Erzieherin in der Kindertagesstätte, ist Meinungsvielfalt unerlässlich. Die GEW sucht den produktiven Dialog und - wenn es sein muß - auch den Streit nach innen und außen. Dies ist der Weg, um in allen relevanten Fragen auf der Höhe der Zeit zu bleiben und Verkrustungen zu vermeiden. Grundsätzlich gilt: Auch die GEW ist erst lebendig durch die Menschen, die in ihr handeln.
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GEW-Oberfranken.
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