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GEW: gegliedertes Schulsystem verstärkt Probleme
Reaktion auf neue PISA-Analyse Die neuen PISA-Ergebnisse bestätigen für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Forderung nach früher individueller Förderung der Schülerinnen und Schüler. 'Fördern statt Auslesen muss zur Leitlinie pädagogischen Handelns und politischer Entscheidungen werden. Ein weiteres Mal zeigt sich, dass das gegliederte Schulwesen soziale Benachteiligungen verstärkt statt diese abzubauen',erklärt die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange. 'Zensuren sind offenbar ein denkbar ungeeignetes Mittel, um die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in einem hochselektiven Schulsystem gerecht zu bewerten', unterstrich Stange. Die PISA-Ergebnisse zeigten, dass Noten im Wesentlichen von subjektiven Kriterien wie dem Durchschnittsniveau der Lerngruppe und Schule sowie der sozialen Herkunft der Schüler abhängen. Ein 'Ende der Blockadehaltung und eine sachliche Debatte über die offenliegenden Probleme der Schulstruktur' forderte Stange von den Kultusministern. Der dritte Bericht des deutschen PISA-Konsortiums habe 'schonungslos' deutliche gemacht, 'dass das Prinzip der leistungsorientierten Verteilung von Schülern auf unterschiedliche Schulformen nicht funktioniert und die soziale Spaltung der Gesellschaft verschärft', stellte Stange fest. Auf diesem 'Irrglauben' aber basiere das deutsche Schulsystem. |
GEW-Oberfranken.
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