GEW HOF
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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Oberfranken
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft                                                  Oberfranken

7 städte  -  1 gemeinsames Ziel

 

Die Waffen nieder!!!

Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung statt Sozialabbau

Die Veranstalter_innen:

BAF_TaubeBundesausschuss Friedensratschlag

 

KoopFriedenBannerKooperation für den Frieden

 

friko-taubeBerliner Friedenskoordination

Die Menschen in unserem Land wollen keine Kriege und Aufrüstung – sie wollen Frieden. Die Politik muss dem Rechnung tragen. Wir akzeptieren nicht, dass Krieg immer alltäglicher wird und Deutschland einen wachsenden Beitrag dazu leistet: in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Mali. Der Krieg in der Ukraine ist nicht gestoppt. Immer geht es letztlich um Macht, Märkte und Rohstoffe.

Krieg ist Terror. Er bringt millionenfachen Tod, Verwüstung und Chaos. Millionen von Menschen müssen fliehen. Geflüchtete brauchen unsere Unterstützung und Schutz vor rassistischen und nationalistischen Übergriffen. Wir verteidigen das Menschenrecht auf Asyl. Damit Menschen nicht fliehen müssen, fordern wir von der Bundesregierung, jegliche militärische Einmischung in Krisengebiete einzustellen.

Die Bundesregierung muss an politischen Lösungen mitwirken, zivile Konfliktbearbeitung fördern und wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau der zerstörten Länder leisten.

Die Menschen brauchen weltweit Gerechtigkeit. Deshalb lehnen wir neoliberale Freihandelszonen wie TTIP, CETA, ökologischen Raubbau und die Vernichtung von Lebensgrundlagen ab.

Auch deutsche Waffenlieferungen heizen die Konflikte an. Weltweit werden täglich 4,66 Milliarden Dollar für Rüstung verpulvert. Die Bundesregierung strebt an, in den kommenden acht Jahren ihre jährlichen Rüstungsausgaben von 35 auf 60 Milliarden Euro zu erhöhen. Statt die Bundeswehr für weltweite Einsätze aufzurüsten, fordern wir, unsere Steuergelder für soziale Aufgaben einzusetzen.

Das Verhältnis von Deutschland und Russland war seit 1990 noch nie so schlecht wie heute. Die NATO hat ihr altes Feindbild wiederbelebt, schiebt ihren politischen Einfluss und ihren Militärapparat durch Stationierung schneller Eingreiftruppen, Militärmanöver, dem sogenannten Raketenabwehrschirm – begleitet von verbaler Aufrüstung – an die Grenzen Russlands vor. Das ist ein Bruch der Zusagen zur deutschen Einigung. Russland antwortet mit politischen und militärischen Maßnahmen. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Nicht zuletzt steigert die Modernisierung genannte Aufrüstung der US-Atomwaffen die Gefahr einer militärischen Konfrontation bis hin zu einem Atomkrieg.

Sicherheit in Europa gibt es nur MIT und nicht GEGEN Russland.

Wir verlangen von der Bundesregierung:

  • den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen
  • die drastische Reduzierung des Rüstungsetats
  • den Stopp der Rüstungsexporte
  • die Ächtung von Kampfdrohnen
  • keine Beteiligung an NATO-Manövern und Truppenstationierungen entlang der Westgrenze Russlands.

 

Wir sagen Nein zu Atomwaffen, Krieg und Militärinterventionen.

Wir fordern ein Ende der Militarisierung der EU.

Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein auf Ausgleich basierendes System gemeinsamer Sicherheit. Für diese Friedenspolitik setzen wir uns ein.

Wir rufen auf zur bundesweiten Demonstration am 8.10.2016 in Berlin.

 

 

Morddrohungen sind Alarmsignale !

Gewerkschaft fordert ernsthafte Konsequenzen.
 

Beschimpfungen im Internet, Einschüchterungsversuche und handgreifliche Attacken gegenüber engagierten Antifaschistinnen und Antifaschisten haben Besorgnis erregend zugenommen. Ende November erhielten fünf bekannte Nürnberger und Fürther Bürger*innen wegen ihres demokratischen Engagements sogar Todesdrohungen:
Kollege Ulli Schneeweis (Verdi-Gewerkschaftssekretär), die Sozialwissenschaftlerin Birgit Mair (ISFBB e.V.) und ein Journalist des Bayrischen Rundfunks; außerdem ein früherer Mitarbeiter von Endstation Rechts-Bayern, jetzt Geschäftsführer der Nürnberger SPD, sowie ein Stadtrat der Linken-Liste in Nürnberg.
Der GEW-Bezirksvorstand Oberfranken erklärt seine Solidarität mit den bedrohten Demokrat*innen und fragt: Was wird gegen die Mordankündigungen der Nazis unternommen?
„Das sind nicht zu überhörende Alarmsignale. Mit polizeilichen Ermittlungen ist es nicht getan“, sagt der GEW-Bezirksvorstand. Den seit Jahren wiederholten Ankündigungen eines Verbots der NPD sowie der faschistischen und rassistischen Ersatz- und Tarnorganisationen müssten endlich Taten folgen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Oberfranken erklärt sich solidarisch mit den Betroffenen. „Wir werden uns genauso wenig wie sie durch feige, anonyme Drohungen einschüchtern lassen“, so die Bildungsgewerkschaft,
„und uns weiterhin aktiv gegen Nazis und ihre rassistische Hetze einsetzen. Wir fühlen uns verpflichtet, allen Versuchen entgegenzutreten, künstlich Gegensätze zwischen Menschen verschiedener Herkunft, Kultur oder Religion zu konstruieren.“

 

Die GEW fühle sich aber genauso verpflichtet, für die Lösung der sozialen Probleme und der krassen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft einzutreten, ebenso gegen Kriegspropaganda und Militarisierung. Denn nur so könne es auf Dauer gelingen, solcherart Hass erfüllter Hetze den Boden zu entziehen. „Für uns als demokratische Pädagog*innen und Lehrkräfte heißt das, Mut zu machen dafür, gemeinsam weiterzuarbeiten an dem Ziel einer sozialen und friedlichen Gesellschaft.“

 

 

Bildung für junge Flüchtlinge

Bildungsgewerkschaft fordert Integration durch Bildung

 

49.000 schulpflichtige Flüchtlinge werden dieses Jahr große Hoffnungen auf gute Bildung in bayerischen Schulen setzen. Die Staatsregierung stellt dieser Herausforderung 1700 Lehrkräfte entgegen. "Das sind 29 Kinder und Jugendliche ohne deutsche Sprachkenntnisse pro Lehrkraft," sagte die Geschäftsführerin der GEW Mittelfranken, Ruth Brenner. "Das ist so nicht zu stemmen." Wie die Inklusion der Flüchtlinge durch Bildung möglich ist, machte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bei ihrem Fachkongress in der Fürther Pestalozzi-Schule deutlich.

 

Fahren auf Sicht

In seinem Grußwort stellte Markus Braun, 2. Bürgermeister von Fürth und GEW-Mitglied, fest, dass die Unterbringung der 1800 Asylbewerber die Stadt an ihre Grenzen geführt habe: "Wir fahren auf Sicht." Sprachliche, kulturelle und berufliche Inklusion seien eine langfristige Mammutaufgabe, die zunächst nur Dank des Einsatzes von Ehrenamtlichen angegangen werden kann; "Die retten unseren Kopf!"

 

Bereicherung an den Unterkünften

Alexander Thal vom Bayerischen Flüchtlingsrat machte die schlechten Lebensbedingungen deutlich, unter denen Flüchtlinge in Bayern leben: "Das ist ein hausgemachtes Chaos." Die bayerische Staatsregierung habe die Torschlusspanik angesichts der Grenzschließzungen in Osteuropa unterschätzt. Das Bayerische Aufnahmegesetz schreibe vor, dass alle Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen seien. "Hier bereichern sich Vermieter, die aus einer Halle mit 800 Flüchtlingen gut eine Million Euro Gewinn herausschlagen können." Freie Unterkunftswahl wie in anderen Bundesländern würden Mittel für wichtigere Aufgaben wie Bildungsfinanzierung frei machen und die menschlichen Probleme in den Lagern gar nicht erst entstehen lassen.

 

Knochenarbeit

Maria Puhlmann vom Nürnberger Amt für berufliche Schulen stellte das Nürnberger Modell des Berufsintegrationsjahres mit Vorklasse vor. "Das macht jetzt in Bayern Schule, und zwar für die laut Schulgesetz berufsschulpflichtigen Flüchtlinge." Der Aufbau einer flächendeckenden Regelbeschulung erfordere ganz neue Kooperationen mit anderen Schularten, der Schulsozialarbeit und Behörden. "Das ist Knochenarbeit", so Puhlmann. "Noch haben wir Narrenfreiheit und dürfen ausprobieren, aber das Kultusministerium kann mit Regelungen alles wieder zunichte machen."

 

KUL KIDS erfolgreich

In sechs Arbeitskreisen erfuhren die Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Erzieher Wege, die Herausforderung anzunehmen. Ob Umgang mit Stammtischparolen, das Unterrichten in gemischten Lerngruppen oder Integration mit Musik, gute Beispiele gibt es in ganz Bayern. In Bamberg hat Annette Pöhlmann-Lang mit dem Projekt "KUL(tur) KIDS" Studierende der Bamberger Universität und benachteiligte Jugendliche ein Schuljahr lang zu Tandems zusammen gebracht. Gemeinsame Unternehmungen im außerschulischen Raum wurden in Tagebucheinträgen dokumentiert und am Schuljahresende vor Eltern und der Schulöffentlichkeiut präsentiert."Hier haben beide Seiten profitiert." sagt Pöhlmann-Lang. Allerdings übersteige die Nachfrage bei weitem das Angebot. "Die Mittel sind begrenzt."

 

Maike Riechers-Krüger berichtete von der Arbeit an der Mönchberg-Schule in Würzburg. Dort gibt es eine jahrzehntelange Erfahrung mit der erfolgreichen Integration von zugewanderten Jugendlichen. Aber auch hier müssen die Mittel und das Personal so aufgestockt werden, dass die Schule ihre Aufgaben erfüllen kann.

 

"Wie bei Inklusion und Ganztagesbetrieb hängt der Erfolg der Aufnahme der Flüchtlinge von den Rahmenbedingungen ab", so Ruth Brenner, die Organisatorin der GEW-Tagung. Die Staatsregierung lasse die notwendige Unterstützung bisher vermissen. Doch Geld alleine helfe nicht. "Die Reden der Brandstifter müssen aufhören", sagte sie mit Bezug auf die flüchtlingsfeindliche Rhetorik der letzten Tage. "Kein Mensch flieht freiwillig."

 

Erläuterungen zu AG 1:  
Projekt "Kul(tur)-Kids": Studierende betreuen Kinder mit Migrationshintergrund
 
Vorgestellt wurde ein Tandem-Projekt, in dessen Fokus die Sprachförderung von Kindern nicht-deutscher Muttersprache im mündlichen und schriftlichen Bereich steht. Dabei werden außerhalb der Schul(lern)zeit und auch außerhalb des schulischen Rahmens (die Kinder werden zuhause abgeholt und dorthin zurückgebracht) einmal wöchentlich kulturelle Orte in der Stadt aufgesucht, die das Kind noch nicht kennt oder sich gerne ansehen möchte. Die Spannbreite reicht von Kino über Kindertheater bis hin zu Museumsbesuchen oder dem Besuch der Universität. Darüber verfasst das Kind (mit Hilfe seiner MentorIn) ein Tagebuch. Die Einbindung der Eltern stellt einen wichtigen Baustein des Projekts dar und soll die Einstellung der Eltern zu Schule und Deutschfördermaßnahmen und implizit damit das Sprachlernen der Kinder verbessern. Die MentorInnen sind nicht nur Sprachvorbilder, sondern zeigen den Mentées auch Bildungswege auf, die oft nicht bekannt sind oder angedacht werden. Das Projekt arbeitet mit SchülerInnen der Klassen 2-6 und wird zum Wintersemester im vierten Durchlauf im Bamberg durchgeführt.
                                                                             Leitung: Dr. Annette Pöhlmann-Lang

GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Website

Neues Themenheft Rechtspopulismus (Tue, 30 Aug 2016)
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Das neue Schuljahr im Kino beginnen (Mon, 29 Aug 2016)
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Diskussion um Niqabs im Klassenzimmer (Fri, 26 Aug 2016)
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Fördert das Integrationsgesetz die Integration? (Wed, 24 Aug 2016)
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Die Zukunft der Gymnasien (Tue, 23 Aug 2016)
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